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Artikel: Erst der Kaffee, dann die Toilette: Warum viele diesen Morgenrhythmus kennen

Frau hält einen Kaffeebecher im Freien

Erst der Kaffee, dann die Toilette: Warum viele diesen Morgenrhythmus kennen

Frau Angelika Varga – PureRev Gesundheitsmagazin

Der erste Schluck gehört zum Morgen wie das Öffnen der Vorhänge. Kurz danach meldet sich der Darm. Vielleicht kennst Du diesen Ablauf seit Jahren und fragst Dich erst im Urlaub, warum ohne die gewohnte Tasse plötzlich alles anders wirkt.

Kaffee kann bei manchen Menschen die Bewegung des Dickdarms anregen. Auch entkoffeinierter Kaffee kann einen Effekt haben. Die Erklärung lässt sich deshalb nicht auf „Koffein wirkt abführend“ verkürzen. Zudem fällt die Reaktion von Mensch zu Mensch unterschiedlich aus.

Dein Morgen besteht aus mehr als einer Tasse

Aufstehen, frühstücken, trinken und endlich ein wenig Zeit haben: Mehrere Teile der Morgenroutine treffen zusammen. Wenn der Toilettengang regelmäßig nach dem Frühstück stattfindet, muss nicht jeder Anteil allein dem Kaffee zugeschrieben werden.

Praktisch ist deshalb eine Pause im Tagesablauf. Plane morgens nicht erst dann Zeit ein, wenn Du schon aus der Tür musst. Ein vertrauter Rhythmus darf aus mehreren kleinen Dingen bestehen, ohne dass Du ihn vollständig erklären musst.

Frau hält einen Kaffeebecher im Freien
Foto: RDNE Stock project / Pexels. Symbolbild.

Wenn die Tasse nicht mehr angenehm ist

Manche bemerken nach Kaffee Bauchdruck, raschen Stuhldrang oder Sodbrennen. Schau dann auch darauf, was in der Tasse steckt. Milch, Sahne oder ein mit Polyolen gesüßter Zusatz können für die persönliche Verträglichkeit relevant sein.

Für einen übersichtlichen Versuch veränderst Du zunächst nur einen Bestandteil: beispielsweise eine kleinere Menge, eine entkoffeinierte Variante oder bei bekannter Laktoseintoleranz eine passende Milchalternative. So bleibt erkennbar, was Du tatsächlich vergleichst.

Mehr Kaffee ist keine zuverlässige Verdauungshilfe

Aus einer beobachteten Wirkung folgt keine Empfehlung, Verstopfung mit immer größeren Kaffeemengen zu behandeln. Wenn Du Kaffee nicht magst oder nicht gut verträgst, brauchst Du ihn für einen geregelten Toilettengang nicht einzuführen.

Gerade bei empfindlichem Schlaf kann außerdem interessant sein, wann Du Deine letzte koffeinhaltige Tasse trinkst. Beobachte, welcher Zeitpunkt zu Dir passt. Anhaltende Veränderungen des Stuhlgangs oder wiederkehrende Beschwerden sollten medizinisch geklärt werden, statt sie dauerhaft mit einem anderen Kaffee zu überdecken.

Häufige Fragen

Kann auch entkoffeinierter Kaffee den Darm anregen?

Ja, bei manchen Menschen. Die Reaktion lässt sich nicht allein durch Koffein erklären.

Ist Kaffee ein geeignetes Mittel gegen Verstopfung?

Er ist keine verlässliche Behandlung. Bei wiederkehrenden Problemen ist eine individuelle Beratung sinnvoll.

Hinweis: Dieser Artikel dient ausschließlich der allgemeinen Information und ersetzt keine ärztliche Beratung, Diagnose oder Behandlung.

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