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Artikel: Perimenopause: häufige Symptome und ernährungsbezogene Ergänzungen

Frau ruht in einem hellen Innenraum auf einem Sofa
Wechseljahre

Perimenopause: häufige Symptome und ernährungsbezogene Ergänzungen

Die Perimenopause bezeichnet den Übergang von der reproduktiven in die nicht mehr empfängnisfähige Lebensphase. In diesem Zeitraum schwanken die Hormonspiegel, und die Eierstöcke schränken ihre Funktion schrittweise ein. Die Menopause wird medizinisch als das Ende der reproduktiven Phase nach zwölf Monaten ohne Periode definiert. Zu den typischen Anzeichen zählen unregelmäßige Zyklen, Hitzewallungen, Nachtschweiß, Schlafprobleme, Stimmungsschwankungen sowie Veränderungen an Haut, Haaren und Knochen. Eine individuelle Abklärung durch eine Fachperson ist sinnvoll, um die Beschwerden einzuordnen und eine passende Unterstützung zu finden.

Häufige Symptome in der Perimenopause

Zu den häufig berichteten Beschwerden gehören vasomotorische Symptome wie Hitzewallungen und Nachtschweiß. Zusätzlich können Schlafprobleme, Stimmungsschwankungen, Konzentrations- oder Gedächtnisstörungen, Veränderungen der Libido sowie Gelenk- und Muskelbeschwerden auftreten. Veränderungen von Biomarkern können sich auch auf die Knochen- und Herzgesundheit auswirken. Das individuelle Beschwerdebild bestimmt, welche Ansätze sinnvoll sein könnten.

Warum Nahrungsergänzungsmittel infrage kommen können

Neben regelmäßiger Bewegung, ausreichend Schlaf und einer insgesamt ausgewogenen Ernährung kann der Einsatz von Nahrungsergänzungsmitteln in manchen Fällen unterstützend wirken. Ziel ist es, Beschwerden zu lindern und Knochen-, Herz- sowie Stoffwechselprozesse möglichst gut zu unterstützen. Die Auswahl der Mittel sollte individuell und in Absprache mit einer Fachperson erfolgen.

Kalzium

Kalzium spielt eine Rolle bei der Erhaltung der Knochenstruktur. Gute Kalziumquellen sind unter anderem Milchprodukte, bestimmte Fischsorten, Tofu, grünes Gemüse und angereicherte Produkte. Ergänzungsmittel sollten nur nach ärztlicher Beratung in Betracht gezogen werden, insbesondere unter Berücksichtigung der individuellen Bedürfnisse und Blutwerte.

Magnesium

Magnesium ist an zahlreichen Stoffwechselprozessen beteiligt und kann sich auf Muskeln, Nerven, Herz und Schlaf auswirken. Zu den Quellen zählen Nüsse, Samen, Hülsenfrüchte und grünes Blattgemüse. Eine Ergänzung sollte in Absprache mit Fachpersonal erfolgen, insbesondere wenn bereits andere Präparate eingenommen werden.

Vitamin D

Vitamin D ist wichtig für die Knochen und das Immunsystem. Der Bedarf wird in der Regel durch Sonnenlicht, Nahrung und gegebenenfalls Nahrungsergänzungsmittel gedeckt. Die Notwendigkeit und Dosierung einer Ergänzung sollten ärztlich oder mithilfe verlässlicher Fachinformationen geklärt werden, insbesondere bei einem bestehenden Mangel.

Omega-3-Fettsäuren

Omega-3-Fettsäuren aus Fisch oder Algen unterstützen die Herz-Kreislauf-Gesundheit und das Gleichgewicht von Entzündungsprozessen. Bei der Auswahl sollten unbedenkliche, gereinigte Produkte bevorzugt werden. Die Einnahme erfolgt idealerweise zu den Mahlzeiten; eine individuelle Dosierung sollte ärztlich festgelegt werden.

Soja-Isoflavone

Isoflavone aus Soja wirken in manchen Fällen leicht östrogenartig und können Beschwerden wie Hitzewallungen und Schlafprobleme beeinflussen. Die Verträglichkeit und mögliche Wechselwirkungen sollten individuell geprüft werden, insbesondere bei bestehenden Vorerkrankungen oder der Einnahme anderer Medikamente.

Ballaststoffe

Eine ballaststoffreiche Ernährung unterstützt die Stabilität des Blutzuckerspiegels, die Sättigung und das Gleichgewicht des Mikrobioms. Zielwerte für die Aufnahme sollten mit einer Fachperson abgestimmt werden, da geeignete Ansätze individuell variieren können.

Maca

Die Maca-Wurzel wird traditionell zur Unterstützung von Energie und Stimmung eingesetzt. Ob und in welchem Umfang Maca geeignet ist, sollte individuell beurteilt und idealerweise mit Fachpersonal abgestimmt werden.

Melatonin

Melatonin wird als Schlafhilfe eingesetzt. Die Anwendung sollte in Absprache mit einer Fachperson erfolgen, insbesondere im Hinblick auf die Dosierung und mögliche Nebenwirkungen.

Traubensilberkerze (Cimicifuga)

Traubensilberkerze wird traditionell bei vasomotorischen Beschwerden eingesetzt. Bei der Anwendung sollten die mögliche Belastung der Leber und die Produktqualität berücksichtigt werden. Insbesondere bei bereits veränderten Leberwerten ist der Einsatz sorgfältig abzuwägen.

Fazit

Gezielte Ergänzungen können während der Perimenopause unterstützend wirken, insbesondere im Hinblick auf die Knochen- und Herzgesundheit sowie auf vasomotorische Symptome. Sie ersetzen jedoch keine Lebensstilmaßnahmen wie Bewegung, Schlafhygiene und eine ausgewogene Ernährung. Eine individuelle Beratung durch Fachpersonal ist ratsam, um Nutzen, Risiken und geeignete Optionen abzuwägen.

PureRev Magazin – Kurz erklärt

Warum gibt es in der Perimenopause nicht die eine passende Ergänzung für alle?

Die Beschwerden unterscheiden sich je nach Person, Lebensstil, Ernährung und medizinischer Vorgeschichte erheblich. Aus diesem Grund erfordert die Auswahl möglicher Ergänzungen eine individuelle Einschätzung.

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