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Artikel: Joghurt oder Kefir? Ein Frühstück braucht kein Darm-Wunderversprechen

Naturjoghurt mit Beeren, Banane und Nüssen auf einem Teller

Joghurt oder Kefir? Ein Frühstück braucht kein Darm-Wunderversprechen

Frau Angelika Varga – PureRev Gesundheitsmagazin

Du stehst vor dem Kühlregal und möchtest eigentlich nur etwas fürs Frühstück kaufen. Zwischen Kulturen, Proteingehalt und großen Gesundheitsversprechen wird aus dieser kleinen Entscheidung schnell eine Grundsatzfrage. Dabei darf zuerst etwas Einfaches zählen: Was schmeckt Dir, und was verträgst Du?

Joghurt und Kefir sind fermentierte Milchprodukte. Joghurt wird mit bestimmten Bakterienkulturen hergestellt; bei Kefir sind je nach Herstellungsverfahren weitere Mikroorganismen beteiligt. Typisch für Kefir ist seine flüssigere Konsistenz und der säuerliche Geschmack.

Ein Blick auf den Becher reicht oft weiter

Vergleiche zunächst Naturprodukte. Bei Fruchtvarianten lohnt sich zusätzlich die Zutatenliste: Wie viel Frucht ist enthalten, wurde Zucker zugesetzt, und gefallen Dir die übrigen Zutaten? Ein besonders aufwendiges Etikett sagt wenig darüber aus, ob Dir das Produkt im Alltag bekommt.

„Fermentiert“ bedeutet außerdem nicht automatisch, dass ein Produkt als Probiotikum mit einem bestimmten gesundheitlichen Nutzen untersucht wurde. Nicht alle Produkte enthalten bei Verzehr noch lebende Kulturen. Aus dem Namen allein folgt kein Versprechen gegen Blähungen.

Naturjoghurt mit Beeren, Banane und Nüssen auf einem Teller
Foto: Javier Disabato / Pexels. Symbolbild.

Eine Schale, drei Möglichkeiten

Für ein schnelles Frühstück kannst Du Naturjoghurt mit Haferflocken und Beeren kombinieren. Wenn Du lieber etwas Trinkbares magst, passt Kefir als Bestandteil eines Frühstücks neben einem belegten Brot. Für eine herzhafte Variante mischst Du Joghurt mit Kräutern zu einem Dip für gegartes Gemüse.

Wähle zunächst eine vertraute Portion. Es braucht keinen großen Becher auf nüchternen Magen, damit das Lebensmittel einen Platz in Deinem Speiseplan haben darf. Auch täglich wechselnde Varianten sind möglich.

Bei Milchzucker zählt Deine eigene Verträglichkeit

Menschen mit Laktoseintoleranz vertragen Joghurt teilweise besser als andere Milchprodukte. Das ist individuell; Kefir und normaler Joghurt sind nicht automatisch laktosefrei. Entsprechende Varianten sind ausdrücklich gekennzeichnet.

Wenn Du Milchprodukte meidest, kannst Du pflanzliche Alternativen vergleichen. Achte dabei auch auf Eiweiß sowie gegebenenfalls zugesetztes Calcium. Eine Kokoszubereitung und Naturjoghurt haben nicht allein deshalb dieselben Nährwerte, weil beide in einem ähnlichen Becher stehen.

Häufige Fragen

Ist Kefir grundsätzlich besser als Joghurt?

Eine pauschale Rangfolge ist wenig hilfreich. Geschmack, Zusammensetzung und Verträglichkeit unterscheiden sich.

Muss ich beides täglich essen?

Nein. Beides kann Bestandteil einer abwechslungsreichen Ernährung sein, ist aber keine Pflicht.

Hinweis: Dieser Artikel dient ausschließlich der allgemeinen Information und ersetzt keine ärztliche Beratung, Diagnose oder Behandlung.

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